Der Morstein ist eine Legende. Kaum eine Lage in Deutschland steht so sehr für große Rieslinge wie diese Lage, windoffener Hang oberhalb von Westhofen. Burgunder? Ja – Felix Kellers Spätburgunder beweist, welches Potenzial hier steckt, auch wenn er nur in winzigsten Mengen existiert. Chardonnay hingegen spielt im Morstein bislang praktisch keine Rolle im Spitzensegment. Und genau das macht diesen Wein so spannend.
Der schwere Lehm- und Tonboden des Morsteins, durchzogen von Kalk, bietet ideale Voraussetzungen nicht nur für Riesling, sondern auch für Burgundersorten. In Zusammenarbeit mit dem Weingut Keller ist hier ein Chardonnay entstanden, der die Kraft und Tiefe der Lage mit burgundischer Präzision verbindet.
Der Wein befindet sich noch in absoluter Jugend, zeigt aber bereits eindrucksvoll, wohin die Reise geht. Feines, perfekt integriertes Neuholz trifft auf präzise weiße Frucht, florale Noten von weißen Blüten und eine dezente, elegante Nussigkeit. Am Gaumen wirkt er straff, klar und fokussiert, mit Tiefe und innerer Spannung, ohne je schwer zu wirken.
Ein Chardonnay aus einer Lage, in der man ihn so nicht erwartet – und gerade deshalb ein echtes Erlebnis.